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Semperoper Dresden

Bildurheber: Studio S · Fotograf in Dresden

Die Semperoper befindet sich am Theaterplatz im historischen Kern der Altstadt von Dresden. In dem Opernhaus der Sächsischen Staatsoper Dresden spielt die traditionsreiche Staatskapelle Dresden.

Der erste Bau der Semperoper entstand in den Jahren 1838 bis 1841 durch den Baumeister Gottfried Semper. Formen der italienischen Frührenaissance prägten das Königliche Hoftheater. Das Gebäude wurde im Jahre 1869 durch einen Brand vollständig zerstört.
Bereits einige Wochen nach der Zerstörung wurde hinter den Ruinen mit einem Interimsbau begonnen. Die Konstruktion bot etwa 1.800 Zuschauern Platz und wurde im Volksmund auch als „Bretterbude“ bezeichnet.

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Im Jahre 1871 wurde mit dem Bau des zweiten Königlichen Hoftheaters begonnen. Der Entwurf hierzu stammte ebenfalls von Gottfried Semper. Auf Grund der Vorkommnisse während des Dresdner Maiaufstandes im Jahre 1849 konnte er jedoch nicht direkt am Bau mitwirken. Die Ausführungen für den Neubau übernahmen daher sein Sohn Manfred Semper und dessen Bruder Emanuel Semper. Das Bauwerk wurde 1878 fertiggestellt. Bedeutende Dresdner Künstler dieser Zeit wirkten an der plastischen und malerischen Ausgestaltung der Fassade und des Innenraumes mit. Dieser zweite Bau fiel jedoch in der Nacht des 13. Februars 1945 dem Luftangriff auf Dresden zum Opfer.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gab es zahlreiche Sicherungsmaßnahmen der Bausubstanz, welche bis 1955 stattfanden. Der Wiederaufbau erfolgte schließlich 1977 durch den Architekten Wolfgang Hänsch. Bis auf wenige Ausnahmen (Erweiterung Zuschauerraum, Versetzen von Wänden im Bühnenbereich) wurde das Bauwerk nach den Plänen Gottfried Sempers wiedererrichtet. Zusätzlich entstand ein moderner Neubau, welcher als Probebühne, Funktionsgebäude und Verwaltungssitz dient. Beide Gebäude sind über Brücken miteinander verbunden.

Die Semperoper wurde zum 40. Jahrestag ihrer Zerstörung, am 13. Febraur 1985, festlich eingeweiht. Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ wurde in Anlehnung an die letzte veröffentlichte Oper im August 1944 aufgeführt.
Zur Jahrhundertflut in Dresden stand die Semperoper bis zu 8 Meter unter Wasser, das Kellergeschoss und das Treppenhaus wurden teilweise schwer beschädigt, auch die Technik wurde in Mitleidenschaft gezogen. Diese Schäden, welche sich auf etwa 27 Mio. Euro beliefen, wurden nach kurzer Zeit wieder behoben, sodass die Oper wieder im alten Glanz erstrahlen konnte.


Fotos wurden von Studio S gefertigt.

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